Hapag-Lloyd hebt Ebitda-Prognose für Gesamtjahr auf 3,9 bis 4,4 Mrd. Dollar an
Die Containerreederei hebt ihren Ausblick in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal an, doch die Spanne bleibt breit genug, um Prognostiker weiter im Ungewissen zu lassen.
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Hapag-Lloyd hat seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben und rechnet nun mit einem Konzern-Ebitda von 3,9 bis 4,4 Mrd. Dollar sowie einem Konzern-Ebit von 1,25 bis 1,75 Mrd. Dollar.
Die neue Spanne liegt deutlich über der im Juli genannten Ebitda-Prognose von 2,7 bis 3,7 Mrd. Dollar, die ihrerseits bereits eine Anhebung gegenüber einer früheren Spanne von 1,1 bis 3,1 Mrd. Dollar war. Auch die Ebit-Prognose hat sich in die gleiche Richtung bewegt: von einer Spanne, die zu Jahresbeginn noch bis minus 1,5 Mrd. Dollar reichte, über 0,1 bis 1,1 Mrd. Dollar im Juli bis nun 1,25 bis 1,75 Mrd. Dollar.
Die Anhebungen folgen auf ein schwaches erstes Halbjahr. Das Konzern-Ebitda lag in den ersten sechs Monaten 2026 bei 1,3 Mrd. Dollar, nach 1,9 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum, und der Konzern rutschte von einem Gewinn von 775 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum in einen Verlust von 173 Mio. Dollar, wie aus dem im September veröffentlichten Ergebnisbericht des Unternehmens hervorgeht, auf den sich ad-hoc-news.de beruft. Barclays, die ihr Kursziel für die Aktie am 14. September von 100,00 Euro auf 105,00 Euro angehoben hat, stuft den Titel weiterhin mit Underweight ein, wobei dieses Kursziel deutlich unter dem Xetra-Kurs von 134,40 Euro am Montagmorgen liegt, wie ad-hoc-news.de berichtet. Anleger prüfen zudem überarbeitete Konditionen, die Hapag-Lloyd und die israelische Private-Equity-Gesellschaft FIMI für die geplante Übernahme von ZIM im Wert von 4,2 Mrd. Dollar eingereicht haben und die Bedenken hinsichtlich maritimer Sicherheit und Routenzugang berücksichtigen sollen, wie Yahoo Finance berichtete, zitiert von ad-hoc-news.de.
Die Breite der neuen Spanne zeigt, dass das Management weiterhin nicht genau festlegen kann, wo die Frachtraten letztlich landen werden, selbst nach früheren Warnungen vor einer länger anhaltenden Blockade der Straße von Hormus. Damit bleibt die im Aktienkurs bereits eingepreiste Unsicherheit weitgehend in beide Richtungen offen, statt zu bestätigen, dass sich die Lage verbessert oder verschlechtert.