EZB-Ratsmitglied Kazimir nennt Zinserhöhung im September unausweichlich
Der Kommentar bekräftigt eine bereits getroffene Entscheidung, während Händler abwägen, ob neue spanische Inflationsdaten die Argumente für eine weitere Erhöhung im Oktober neu beleben
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Grafik: Einlagensatz der EZB
EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir sagte, die Zinserhöhung der Notenbank im September sei unausweichlich gewesen, und bezeichnete den Schritt als Teil eines Straffungszyklus, der in diesem Jahr nun zwei Erhöhungen gebracht habe.
Seine Äußerung verteidigt eine bereits getroffene Entscheidung, statt einen Ausblick auf die nächsten Schritte zu geben. Händler sehen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von unter 40 % für eine weitere Zinserhöhung im Oktober, nachdem Präsidentin Christine Lagarde diese Woche erklärt hatte, die Zinsen lägen bereits am oberen Rand dessen, was sie als neutralen Bereich betrachte. Lagarde hatte zudem auf Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wachstum hingewiesen und gesagt, die Unsicherheit bleibe hoch.
Diese herabgestufte Markterwartung für Oktober steht nun vor einer Bewährungsprobe. Spaniens harmonisierte Inflationsrate lag im September bei 5,0 %, über dem Konsens von 4,9 % und höher als die 4,6 % im Vormonat.
Kazimirs Kommentar geht weder auf diese Daten noch auf die aktuelle Frage einer weiteren Straffung ein. Er bestätigt lediglich die Begründung für den bereits im September vollzogenen Schritt der EZB, lässt die Positionierung der Händler mit Blick auf Oktober und Dezember jedoch weitgehend unverändert.