US-Verbrauchervertrauen fällt im September auf 81,9, Prognose von 89,0 verfehlt
Der Index des Conference Board fiel den dritten Monat in Folge, da sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen nachgaben
Veröffentlicht
Der Consumer Confidence Index des Conference Board fiel im September auf 81,9 und blieb damit deutlich unter den von Ökonomen erwarteten 89,0. Der Wert für August wurde von 89,4 auf 88,6 nach unten revidiert, teilte das Conference Board mit.
Der Rückgang war breit angelegt. Der Present Situation Index fiel um 7,9 Punkte auf 109,3, und der Expectations Index sank um 5,9 Punkte auf 63,6, den dritten Monatsrückgang in Folge, so das Conference Board.
Dana M. Peterson, Chefökonomin des Conference Board, sagte, der Index habe sich „im September nach zwei vorangegangenen Monaten der Abschwächung merklich verschlechtert". Der Befragungszeitraum vom 1. bis 23. September umfasste laut Conference Board eine Anhebung des Leitzinses sowie anhaltende geopolitische Spannungen.
Eine Verfehlung dieser Größenordnung, bei einem Wert, der bereits unter seinem historischen Durchschnitt lag, deutet darauf hin, dass sich die Verbraucher schneller zurückziehen, als es die Modelle der Ökonomen bislang abbilden. Das erhöht das Risiko, dass sich die Konsumdaten in den kommenden Monaten abkühlen, mit entsprechendem Druck auf Einzelhändler und andere Unternehmen aus dem zyklischen Konsumsektor. Ein schwächerer Verbraucher stärkt zudem die Argumente für eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed, auch wenn die Märkte die Daten wohl eher als Zeichen nachlassenden Wachstums werten dürften denn als eindeutig gute Nachricht. Insgesamt ist der Befund negativ für wachstumssensible Aktien und stützt leicht die Wetten auf weitere Zinssenkungen.