Gold hält sich nahe 4.375 Dollar, Anleger prüfen nächsten Fed-Schritt
Der Schritt folgt auf die erste Zinserhöhung der Fed seit 2023 und einen Sprung bei den Energiepreisen, nachdem Aramco die Rohöllieferungen nach Europa gestoppt hat
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Grafik: GLD, Minutenkurse, drei Handelstage
Gold notierte nahe 4.375 Dollar je Feinunze, während Anleger abwägen, wie weit die US-Notenbank Fed bei den Zinsen noch gehen wird, nach ihrer ersten Erhöhung seit 2023. Fed-Chef Schmid unterstützte die Zinserhöhung und verwies auf eine Inflation von über 3 %.
Standard Chartered rechnet nun mit einer erneuten Zinserhöhung der Fed im Dezember 2026 und rückt damit von seiner bisherigen Einschätzung ab, wonach die Zinsen dieses Jahr unverändert bleiben sollten.
Die Energiepreise haben den Druck auf die Märkte verstärkt. Diesel kostet 6,45 Dollar pro Gallone, nachdem Aramco die Rohöllieferungen nach Europa gestoppt hat. Am Donnerstag stieg der Goldpreis am Spotmarkt um knapp 2 % auf 4.346,40 Dollar je Feinunze.
Gold wirft keine Rendite ab, weshalb höhere Zinsen es im Vergleich zu zinstragenden Anlagen weniger attraktiv machen, während die anhaltende Inflation und die Störung des Ölangebots die Nachfrage nach einem sicheren Hafen am Leben halten. Da die Anleger uneins sind, ob die Fed mit den Zinserhöhungen am Ende ist oder noch weitere folgen, fehlt Gold eine klare Richtung, solange das Verhältnis zwischen Inflation und Wachstum nicht klarer wird.