Ukraine sieht vorerst keinen Waffenstillstand im Schwarzen Meer, Exportrouten nahe an ihrer Kapazitätsgrenze
Alternative Routen tragen 45 Prozent der Agrarexporte, nahe einer Obergrenze von rund 50 Prozent
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Karte: Das Schwarze Meer, mit Tschornomorsk
Der ukrainische Landwirtschaftsminister sagte, es gebe keine positiven Signale für einen Waffenstillstand im Schwarzen Meer, und er rechne in den kommenden Monaten nicht damit. Über alternative Exportrouten liefen inzwischen 45 % der Agrarexporte des Landes, bei einer Obergrenze von rund 50 %.
Drei Terminals, die einst ein Fünftel der russischen Getreideinfrastruktur am Schwarzen Meer und am Asowschen Meer abwickelten, sind laut Branchendaten weiterhin schwer beschädigt. Russland erklärte, ein Frachtschiff im Hafen von Tschornomorsk getroffen zu haben; die Ukraine hat dies nicht bestätigt. Selenskyj erklärte, die Ukraine habe in der Nacht zwei Raffinerien in Russland getroffen.
Diese Einschätzung steht im Gegensatz zu diplomatischen Signalen Rubios über einen möglichen Waffenstillstand für Getreideexporte. Der Pessimismus des Landwirtschaftsministers läuft diesen Signalen zuwider und lässt der Ukraine kaum Spielraum zum Wachstum: Bei bereits 45 % der Exporte über alternative Routen und einer Obergrenze von rund 50 % bleibt wenig Raum, die Agrareinnahmen weiter zu steigern.
Diese Beschränkung ist bedeutsam, da Exporteinnahmen für die Finanzen der Ukraine immer wichtiger werden, während EU-Zuschüsse verweigert werden und sich die Finanzierungslücken vergrößern.