Bessent und Katayama besprechen starken Yen nach Gesprächen zwischen Trump und Takaichi
Der Yen notiert gegenüber dem Dollar nahe seinem Tageshoch, nachdem die beiden Finanzverantwortlichen engeren Kontakt in Währungsfragen zugesagt haben.
Veröffentlicht · Aktualisiert
NachtragFreitag, 25. September 2026 um 11:15 Uhr ET
In der veröffentlichten Fassung hieß es, der Yen habe am Donnerstag seinen stärksten Stand seit September erreicht; die spätere Meldung besagt hingegen, dass der Dollar an diesem Tag mit 158,98 Yen ein Neunwochenhoch erreichte.
Katayama habe zudem erklärt, Takaichi respektiere die Unabhängigkeit der Bank of Japan, sei aber bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt einzugreifen, berichtete Kyodo. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg am Mittwoch um 8 Basispunkte auf 3,055 %, den höchsten Stand seit September 1996. Am Donnerstag legte der Dollar um 0,42 % auf 158,96 Yen zu und erreichte mit 158,98 Yen ein Neunwochenhoch.
Finanzminister Bessent erklärt, er habe ein aus seiner Sicht produktives Telefonat mit Japans Finanzminister Katayama geführt, in dem beide über die Wünschbarkeit eines starken Yen gesprochen hätten. Bessent betont, man müsse an den Devisenmärkten in engem Austausch bleiben, aufbauend auf den jüngsten Gesprächen zwischen Präsident Trump und Premierministerin Takaichi.
Der Yen legt gegenüber dem Dollar um 1 % zu und notiert nahe seinem Tageshoch von 157,23 je Dollar. Der Dollar gibt im Verlauf des Tages um 0,76 % gegenüber dem Yen nach.
Dem Telefonat gingen bereits mehrere ähnliche Erklärungen voraus. Katayama sagte am Freitag zuvor, ein übermäßiger Yen-Verkauf könne korrigiert werden, und er und Bessent hatten bereits am selben Tag bekräftigt, dass die Unterbewertung des Yen Anlass zur Sorge gebe. Katayama sagte zudem, Takaichi habe Trump direkt mitgeteilt, dass ein unterbewerteter Yen problematisch sei. Am Donnerstag hatte Japans Finanzminister erklärt, Trump habe die Yen-Schwäche beim Gipfeltreffen mit Takaichi in New York angesprochen, woraufhin der Yen bei steigenden japanischen Renditen den höchsten Stand gegenüber dem Dollar seit September erreichte.
Bessent und Katayama wiederholen im Wesentlichen eine Sorge über den Yen, die in den vergangenen Wochen bereits mehrfach geäußert wurde. Eine neue Vereinbarung, ein politischer Kurswechsel oder eine konkrete Zusage über das Versprechen hinaus, im Gespräch zu bleiben, gibt es nicht, sodass sich an der zugrunde liegenden Währungsdynamik nichts ändert. Die Märkte haben diese Sorge bereits eingepreist.