Williams zufolge treibt der Arbeitsmarkt die Inflation nicht an, doch der Ton der Fed bleibt hawkish
Der Kommentar des Präsidenten der New York Fed fällt in eine Zeit, in der Williams und Schlegel die Argumente für weitere Zinserhöhungen bekräftigen und Händler auf eine weitere Straffung setzen
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John Williams, Präsident der Federal Reserve Bank of New York, sagte, der US-Arbeitsmarkt sei keine Quelle von Inflationsdruck.
Der Kommentar hebt sich vom insgesamt vorherrschenden Ton der Fed in dieser Woche ab. Williams und Schlegel bekräftigten am selben Tag in ihren Äußerungen die Argumente für weitere Zinserhöhungen. Fed-Chef Powell sagte, die Notenbank müsse die Zinsen möglicherweise erneut anheben, um die Inflation einzudämmen. Raphael Bostic hat zwischen kurzfristigen und langfristigen Inflationserwartungen unterschieden und erklärt, die kurzfristigen Zahlen seien ermutigend, die langfristigen jedoch nicht.
Die Geldmärkte preisen für die kommenden zwölf Monate zwei bis drei weitere Zinserhöhungen ein. Die Anleiherenditen sind auf mehrjährige Höchststände gestiegen, da sich Händler auf eine weitere Straffung einstellen. Die Rendite zehnjähriger Treasuries erreichte am Donnerstag 5,17 %, die Rendite dreißigjähriger Anleihen erreichte am selben Tag ihr höchstes Niveau seit 2004. Die Zinserhöhung im September war die erste der Fed seit 2023.
Williams' Einschätzung, dass der Arbeitsmarkt nicht preistreibend wirkt, unterscheidet ihn von Kollegen, die auf Angebotsschocks und andere Ursachen des Preisdrucks verweisen. An dem vom Markt bereits eingepreisten Kurs ändert das nichts. Für Anleger zeigt der von Futures und Renditen implizierte Zinspfad weiterhin auf eine weitere Straffung, und sein Kommentar ändert daran nichts.