Schlegel und Williams untermauern Argumente für weitere Fed-Zinserhöhungen
Die Geldmärkte preisen für die kommenden zwölf Monate drei weitere Fed-Zinserhöhungen ein.
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SNB-Präsident Schlegel sagte, der Inflationsdruck sei derzeit etwas höher als im Juni. Fed-Chef Williams erklärte, die Notenbank könne Angebotsschocks nicht ignorieren, die den Preisdruck anhaltend hoch gehalten hätten.
Die Äußerungen reihen sich in eine Serie restriktiver Signale von Notenbankern ein. Powell hatte nach der Zinserhöhung im September, der ersten der Fed seit 2023, gesagt, ein weiterer Schritt könnte nötig sein, um die Inflation einzudämmen. Williams hatte zuvor bereits erklärt, die Erwartung höherer Realzinsen sei ein wesentlicher Grund für den Anstieg der Anleiherenditen.
Anleihe- und Rohstoffmärkte haben diese Einschätzung bereits eingepreist. Am Donnerstag stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 5,17 %, die Rendite dreißigjähriger Anleihen erreichte den höchsten Stand seit 2004. Brent-Rohöl schloss bei über 106 Dollar je Barrel.
Weder Schlegel noch Williams veränderten die Markterwartung zur Zinsrichtung. Doch indem sie die anhaltende Angebotsseite explizit in den Vordergrund rückten, untermauerten sie die Begründung für die aktuelle Einpreisung weiterer Zinserhöhungen und ließen das restriktive Umfeld für Anleihen und Öl unverändert bestehen.