Musalem: Rohstoffschock erfasst jetzt auch Kupfer, Inflation weiter zu hoch
Fed-Vizechef Musalem sagt, Geschäftskontakte planten Preiserhöhungen von nahezu 3 %, selbst wenn man angebotsseitige Effekte herausrechne.
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US-Notenbank-Vizechef Alberto Musalem erklärte am Montag, der Rohstoffschock, der die Märkte erschüttere, habe sich über Öl hinaus auch auf Industriemetalle wie Kupfer ausgeweitet. Selbst wenn man angebotsseitige Faktoren herausrechne, bleibe die Inflation zu hoch, so Musalem: Geschäftskontakte hätten ihm mitgeteilt, sie planten Preiserhöhungen von nahezu 3 %.
Musalem hatte gewarnt, die Inflation könne ohne weitere geldpolitische Straffung deutlich über dem 2-%-Ziel der Fed bleiben. Seine Äußerungen folgen auf die erste Zinserhöhung der Fed seit 2023, die Fed-Chef Schmid mit einer Inflation von über 3 % begründet hatte.
Die von Musalem angesprochenen Rohstoffspannungen hatten sich bereits zuvor aufgebaut. Die Energiepreise waren gestiegen, nachdem der saudische Konzern Aramco seine Rohöllieferungen nach Europa gestoppt hatte, und Diesel war in der darauffolgenden Zeit auf 6,45 Dollar pro Gallone geklettert, noch vor der Sitzung am Montag.
Musalems Äußerungen reihen sich ein in eine Serie von Fed-Signalen, wonach die Inflation auch nach Herausrechnung von Angebotsschocks hartnäckig bleibe, was den Spielraum für eine Pause bei den Zinserhöhungen einschränkt, trotz des Drucks von Präsident Trump auf Zinssenkungen. Angesichts von Preiserhöhungsplänen der Unternehmen von nahezu 3 % und weiterhin erhöhter nachfrageseitiger Inflation signalisieren die Verantwortlichen, dass eine weitere Straffung nötig sein könnte, eine Haltung, die den Hoffnungen der Märkte entgegenläuft, die jüngste Zinserhöhung könnte den Zyklus abschließen.